Fachbereiche Sekundarstufe I 5-10
Fachbereich Biologie
Leben verstehen und Natur entdecken
- Biologieunterricht in den Jahrgängen 5, 6, 7 und 9
- Experimentieren, mikroskopieren und die Natur vor Ort erforschen
- Zusätzliche Angebote durch AGs, Wahlpflichtunterricht und Wettbewerbe
- Vielfältige Leistungsnachweise neben Klassenarbeiten
Im Fachbereich Biologie gehen die Schülerinnen und Schüler spannenden Fragen rund um das Leben nach: Wie funktioniert der menschliche Körper? Was geschieht in einer Zelle? Und wie hängen Pflanzen, Tiere und ihre Umwelt in einem Ökosystem zusammen? In den Jahrgängen 5, 6, 7 und 9 findet der Biologieunterricht jeweils zwei Stunden pro Woche im Klassenverband statt. Mit einem modernen Lehrwerk, Modellen, Mikroskopen, Experimentierkästen und kurzen Videoclips werden biologische Inhalte anschaulich und praxisnah vermittelt.
Besonders wichtig ist dabei das eigenständige Arbeiten: Die Lernenden beobachten, messen, mikroskopieren, planen Experimente und werten diese aus. Auch der Schulteich wird als Lernort genutzt. Durch differenzierte Übungen und Stationenlernen erhalten alle Schülerinnen und Schüler passende Unterstützung und können in ihrem eigenen Tempo arbeiten. Wer sich besonders für Biologie interessiert, kann in den Jahrgängen 5 und 6 die AG Natur und Umwelt besuchen oder in den Jahrgängen 9 und 10 den Wahlpflichtkurs Gewässerökologie wählen.
Darüber hinaus bietet die Teilnahme am Wettbewerb „Gießener Jugendliche forschen“ in Jahrgang 8 Gelegenheit, eigene naturwissenschaftliche Fragestellungen zu untersuchen. Exkursionen, etwa an Bäche und die Lahn, in den Wald, den Botanischen Garten Gießen oder das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt, ergänzen den Unterricht.
Pro Halbjahr findet in den Jahrgängen 5, 6, 7 und 9 eine Klassenarbeit oder eine andere Leistungsüberprüfung statt; eine Klassenarbeit pro Schuljahr kann beispielsweise durch eine Experimentdokumentation, Projektarbeit oder Präsentation ersetzt werden. Bei der Bewertung zählt die mündliche Mitarbeit doppelt, schriftliche Leistungen zählen einfach.
Fachbereich Chemie
Den Geheimnissen der Stoffe auf der Spur
- Chemie alltagsnah erleben und naturwissenschaftlich verstehen
- Selbst experimentieren, beobachten und Hypothesen überprüfen
- Stoffe aus Lebensmitteln, Kosmetik und Reinigungsmitteln untersuchen
- Umweltfragen, nachhaltige Lösungen und sicheres Arbeiten thematisieren
Im Fachbereich Chemie der Brüder-Grimm-Schule entdecken Schülerinnen und Schüler die Welt der Atome, Moleküle und chemischen Reaktionen.
Chemie ist dabei mehr als Theorie: Ein alltagsorientierter Unterricht zeigt, wie chemische Prozesse unser Leben prägen – von Lebensmitteln und Reinigungsmitteln über Kosmetika bis hin zu modernen Energiespeichern. In den Fachräumen steht das eigene Experimentieren im Mittelpunkt. Die Lernenden beobachten Phänomene, entwickeln Hypothesen und überprüfen diese durch Versuche. So werden naturwissenschaftliche Zusammenhänge verständlich und nachhaltig erfahrbar.
Themen wie Klimawandel, Kunststoffe und grüne Chemie verbinden den Unterricht mit aktuellen Fragen zu Umwelt und Zukunft. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit Laborgeräten und Gefahrstoffen. Als integrierte Gesamtschule bietet die Brüder-Grimm-Schule differenzierte Lernwege, die sowohl auf berufliche Perspektiven als auch auf die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe vorbereiten.
Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Deutsch lernen – ankommen – teilhaben – Deutsch Intensivklassen
Die Brüder-Grimm-Schule Gießen ist seit vielen Jahren ein zentraler Lernort für Kinder und Jugendliche, die neu nach Deutschland kommen. Bereits seit dem Schuljahr 2002/2003 bieten wir umfassende Intensivsprachfördermaßnahmen an, um Schülerinnen und Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse bestmöglich auf den Regelunterricht vorzubereiten. Unser Ziel ist es Sprachkompetenz aufbauen, Schulerfolg ermöglichen und soziale Teilhabe stärken.
Intensivkurse (Primarstufe 1-4) Für Kinder der Jahrgänge 1–4, die zusätzliche sprachliche Unterstützung benötigen.
Intensivklassen (Sekundarstufe I) Für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5, die neu nach Deutschland kommen und zunächst grundlegende Deutschkenntnisse erwerben müssen.
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler sollen durch intensiven Unterricht befähigt werden
- die deutsche Sprache sicher in Wort und Schrift zu beherrschen
- schulische Anforderungen zu bewältigen
- gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu erhalten
- Wechsel in eine Regelklasse (in der Regel nach einem Schuljahr oder maximal zwei Jahren)
- Probeunterricht möglich
- oder Anmeldung an einer Berufsschule (für ältere Jugendliche)
- DaZFörderkurse - Unterstützung nach dem Wechsel in die Regelklasse
- Alphabetisierungskurs - Schülerinnen und Schüler, die noch nicht lesen und schreiben können
Jede Intensivklasse:
- ist eine eigene Lerngruppe
- umfasst maximal 19 Lernende
- hat täglich 5–6 Stunden Unterricht
- arbeitet jahrgangs- und schulformübergreifend
- ermöglicht eine schrittweise Teilnahme am Regelunterricht
Unterrichtsinhalte:
- Wortschatzaufbau, Redemittel
- Hör und Leseverstehen
- Sprechen und Schreiben
- Fachunterricht
Begleitende Aktivitäten – Lernen mit Kopf, Herz und Hand (Auswahl):
- Besuch außerschulische Lernorte
- Burgbesichtigungen (z. B. Gleiberg, Marburg)
- Museen (Oberhessisches Museum, Senckenberg, Mathematikum, LeicaMuseum…)
Fachbereich Deutsch
Deutsch entdecken, lesen, schreiben und Sprache gestalten
- Differenzierter Deutschunterricht von Klasse 5 bis 10
- Individuelle Förderung von Lesen und Rechtschreibung
- Leseförderung durch Wettbewerbe, Theater und Buchvorstellungen
- Raum für kreative Projekte, Präsentationen und eigene Texte
Deutsch begleitet unsere Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse und bietet dabei vielfältige Möglichkeiten, Sprache zu entdecken, sicher anzuwenden und kreativ zu gestalten. In den Jahrgängen 5 und 6 findet der Unterricht binnendifferenziert im Klassenverband statt. Ab Jahrgang 7 werden die Schülerinnen und Schüler in A-, B- und C-Kursen unterrichtet. Als Lehrwerk verwenden wir „D wie Deutsch“ in den jeweiligen differenzierten Ausgaben und mit den dazugehörigen Begleitmaterialien.
In den Jahrgängen 9 und 10 kommen bei Bedarf zusätzliche Materialien zum Einsatz; außerdem werden die zentralen Abschlussprüfungen gezielt vorbereitet. Unterstützend greifen die Kurse dabei gerne auf bewährte Hefte des Stark-Verlages zurück. Eine jährliche Klassen- beziehungsweise Kurslektüre gehört ebenso zum Deutschunterricht wie in Klasse 10 zusätzlich die Auseinandersetzung mit einem Drama. Einen wichtigen Stellenwert hat die individuelle Förderung.
In den Jahrgängen 5 und 6 werden mithilfe von Rechtschreib- und Lesediagnosen die jeweiligen Stärken und Förderbedarfe der Schülerinnen und Schüler ermittelt. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Diktate, bei Bedarf die HSP beziehungsweise der Münsteraner Lernserver sowie das Salzburger Lesescreening (SLS) zur Erfassung der Lesekompetenz. Auf Grundlage der Ergebnisse werden individuelle Übungsmaterialien zusammengestellt, die zunehmend selbstständig im Unterricht bearbeitet werden. Dafür stehen in den Klassen 5 und 6 sechs Wochenstunden Deutsch zur Verfügung.
Ab Jahrgang 7 gibt es am Nachmittag LRS-Kurse für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben. In überschaubaren Gruppen werden dort unter anderem die Sprachsystematik, die Handschrift und das flüssige Lesen gezielt trainiert. Die Teilnahme ist für Schülerinnen und Schüler verpflichtend, die einen im Förderplan verankerten Nachteilsausgleich erhalten.
Auch über den regulären Unterricht hinaus wird Sprache lebendig: Beim Vorlesewettbewerb im Jahrgang 6, einem Leseworkshop mit einem Schauspieler, regelmäßigen Theaterbesuchen im Stadttheater Gießen, Buchvorstellungen und der Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag können die Schülerinnen und Schüler Literatur auf unterschiedliche Weise erleben. Ergänzt wird das Angebot durch Ausstellungen von Unterrichtsergebnissen und externe Schreibwettbewerbe, die dazu einladen, eigene Ideen und Texte zu entwickeln.
Auch bei den schriftlichen Arbeiten gibt es klare Strukturen: In den Jahrgängen 5 und 6 werden fünf Arbeiten, in den Jahrgängen 7 bis 10 vier Arbeiten pro Schuljahr geschrieben. Eine Arbeit kann dabei jeweils durch eine alternative Leistung wie eine Projektarbeit oder Präsentation ersetzt werden. Art und Umfang dieser Ersatzleistung legt die jeweilige Fachlehrkraft fest. So verbindet der Deutschunterricht an unserer Schule systematisches Lernen mit individueller Förderung und vielfältigen Möglichkeiten, Sprache, Literatur und die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken.
Fachbereich Englisch
Englisch lernen, anwenden und die Welt entdecken
- Englischunterricht ab der 5. Jahrgangsstufe
- Differenzierte Lernangebote für unterschiedliche Leistungsniveaus
- Mündliche Sprachprüfungen und zusätzliche Förderkurse
- Studienfahrt nach England und Schüleraustausch mit den USA
Der Englischunterricht an unserer Schule beginnt für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich in der 5. Jahrgangsstufe. Von Beginn an geht es darum, die kommunikativen Fähigkeiten systematisch aufzubauen und die Kinder und Jugendlichen zu sicheren und selbstbewussten Anwenderinnen und Anwendern der englischen Sprache zu entwickeln. In der 5. Klasse arbeiten zunächst alle mit dem Lehrwerk Orange Line.
Ab dem zweiten Halbjahr erfolgt eine Differenzierung in drei Leistungsniveaus: Im A-Kurs wird mit Green Line, im B-Kurs mit Red Line und im C-Kurs mit Blue Line gearbeitet. So können die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihres individuellen Leistungsstands gezielt gefördert und gefordert werden.
Ergänzend bieten wir in den Jahrgangsstufen 5 und 6 zusätzliche Förderkurse an, in denen wichtige Grundlagen gefestigt und Sicherheit im Umgang mit der englischen Sprache gewonnen werden können. Einen besonderen Stellenwert haben außerdem die mündlichen Sprachprüfungen ab der 5. Klasse, die jeweils eine schriftliche Klassenarbeit ersetzen. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Englisch aktiv zu sprechen und in Alltagssituationen anzuwenden. Englisch wird dabei nicht nur im Unterricht gelernt, sondern auch außerhalb des Klassenraums erlebbar.
Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 haben die Möglichkeit, an einer Studienfahrt nach Whitstable und Herne Bay teilzunehmen. Während ihres Aufenthalts in englischen Gastfamilien lernen sie die englische Lebensweise und Kultur unmittelbar kennen und können ihre Sprachkenntnisse im Alltag anwenden und vertiefen.
In der Klasse 10 besteht darüber hinaus im Rahmen der Friendship Connection die Möglichkeit zu einem Schüleraustausch mit den USA. Der direkte Kontakt mit den Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern eröffnet Einblicke in das amerikanische Schulleben und den Alltag vor Ort und stärkt zugleich Sprachkompetenz, interkulturelles Verständnis und persönliche Entwicklung. Unser Englischunterricht verbindet damit systematischen Kompetenzaufbau, individuelle Förderung und internationale Erfahrungen.
Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, Englisch sicher, selbstständig und mit Freude zu nutzen – als wichtige Grundlage für ihre schulische, berufliche und persönliche Zukunft in einer internationalen Welt.
Fachbereich Französisch
Französisch entdecken – Sprache, Kultur und neue Perspektiven
- Französisch als zweite Fremdsprache ab Jahrgang 7
- Moderner und praxisnaher Unterricht mit vielfältigen Lernformen
- Individuelle Förderung und Differenzierung ab Jahrgang 8
- Sprache erleben und kulturelle Perspektiven entdecken
Manchmal beginnt eine neue Sprache mit einem ganz einfachen Wort: Bonjour. Im Französischunterricht an unserer Schule wird daraus Schritt für Schritt eine neue Welt. Ab Jahrgang 7 haben unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Französisch als zweite Fremdsprache zu erlernen und dabei eine wichtige Sprache Europas und der Welt kennenzulernen. Sie hören Musik aus Frankreich, entdecken Gemeinsamkeiten mit Jugendlichen in Paris oder Montréal, erproben erste Dialoge und lernen, sich zunehmend sicher in französischen Alltagssituationen auszudrücken.
Der Unterricht orientiert sich an den hessischen Bildungsstandards und am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Im Mittelpunkt stehen das Hör- und Leseverstehen, die mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit sowie interkulturelles Lernen. Authentische Materialien, digitale Medien und kommunikative Methoden sorgen für einen abwechslungsreichen und praxisnahen Unterricht. Dabei ist uns wichtig, die unterschiedlichen Voraussetzungen und Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen.
Aufgaben auf verschiedenen Niveaustufen, individuelle Lernhilfen und Lernstrategien, kooperative Lernformen sowie digitale Möglichkeiten zur Vertiefung und Wiederholung unterstützen den individuellen Lernprozess. Ab der 8. Jahrgangsstufe erfolgt im Fach Französisch eine zweifache äußere Differenzierung in A- und B-Kurse. Dadurch können unterschiedliche Lerntempi und Lernvoraussetzungen berücksichtigt, Über- und Unterforderung vermieden und Schülerinnen und Schüler gezielter gefördert werden. Gleichzeitig bietet die Differenzierung die Möglichkeit, individuelle Stärken weiterzuentwickeln und die Lernenden auf passende Schulabschlüsse vorzubereiten.
Französisch eröffnet dabei weit mehr als neue Vokabeln und grammatische Strukturen: Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in andere Lebenswelten und Kulturen und erweitern ihren persönlichen und sprachlichen Horizont. Unser Ziel ist es, Neugier zu wecken, Freude am Sprachenlernen zu vermitteln und die Bedeutung von Mehrsprachigkeit erfahrbar zu machen. Französisch soll dabei nicht nur ein weiteres Unterrichtsfach sein, sondern eine Möglichkeit, Europa und die Welt aus neuen Perspektiven zu entdecken und die eigenen sprachlichen und persönlichen Möglichkeiten zu erweitern.
Fachbereich Geographie
Räume verstehen, verantwortungsvoll handeln
- Orientierung mit Karte, Kompass, GPS und digitalen Quellen erlernen
- Natur- und Lebensräume im Nahraum sowie weltweit untersuchen
- Wetter, Klima, Naturgefahren und Klimawandel verstehen
- Globalisierung und nachhaltiges Handeln kritisch reflektieren
Im Fachbereich Geographie der Brüder-Grimm-Schule verbinden Schülerinnen und Schüler Wissen mit Praxis. Sie lernen, wie Orte und Lebensräume entstehen, warum Klima und Naturkräfte unseren Alltag beeinflussen und welche Verantwortung Menschen in einer vernetzten Welt tragen. Der Unterricht ist abwechslungsreich gestaltet und nutzt Kartenarbeit, digitale Quellen, anschauliche Materialien sowie praxisorientierte Aufgaben und Projekte.
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Orientierung im Raum. Die Lernenden üben, sich mit Karte, Kompass, Sonne oder GPS zurechtzufinden. Sie erfahren, wie Karten entstehen, wie Legenden, Maßstäbe und Höhenangaben gelesen werden und welche Informationen Karten vermitteln können. Eigene Kartierungen und praktische Aufgaben helfen dabei, den Nahraum bewusst wahrzunehmen und zu erschließen.
Darüber hinaus untersuchen die Schülerinnen und Schüler, wie Stadt und Land funktionieren. Regionale Beispiele machen Siedlungsstrukturen, Stadt-Umland-Beziehungen, Landwirtschaft und unterschiedliche Lebensräume verständlich. Themen wie Stadtentwicklung, Mobilität und nachhaltige Landnutzung fördern den Blick für räumliche Zusammenhänge und ökologische Folgen menschlichen Handelns.
Auch Naturkräfte sowie Wetter, Klima und Klimawandel sind zentrale Unterrichtsinhalte. Die Lernenden beschäftigen sich mit Vulkanismus, Erdbeben, Stürmen oder Hochwasser und diskutieren deren Ursachen, Folgen sowie Möglichkeiten der Vorsorge. Wetterbeobachtungen, Klimadiagramme und Klimazonen schaffen Grundlagen, um globale Herausforderungen wie den Treibhauseffekt, Meeresspiegelanstieg oder Gletscherschwund einzuordnen und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Im Themenfeld Globalisierung wird deutlich, wie Waren, Informationen und Menschen weltweit miteinander verbunden sind. Anhand von Produktionsketten und Konsumbeispielen reflektieren die Schülerinnen und Schüler Chancen und Herausforderungen globaler Verflechtungen. So fördert der Geographieunterricht räumliches Denken, Methodensicherheit und nachhaltiges Urteilsvermögen – wichtige Kompetenzen für Schule, Ausbildung und Alltag.
Fachbereich Geschichte
Vergangenheit verstehen, Zukunft mitgestalten
- Historische Entwicklungen untersuchen und kritisch beurteilen
- Quellen, Bilder, Karten und Zeitzeugenberichte auswerten
- Unterschiedliche Perspektiven vergleichen und eigene Urteile entwickeln
- Geschichte durch Projekte, Diskussionen und Exkursionen lebendig erleben
Warum entstehen Kriege? Wie verändern Revolutionen Gesellschaften? Und was hat Vergangenheit mit unserem Leben heute zu tun? Im Fach Geschichte gehen die Schülerinnen und Schüler der Brüder-Grimm-Schule diesen Fragen nach. Sie erwerben nicht nur historisches Wissen, sondern lernen auch, Entwicklungen zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven zu vergleichen und eigene, gut begründete Urteile zu formulieren.
Der Unterricht beginnt in Jahrgang 6 mit den Methoden der Geschichtswissenschaft: Wie arbeiten Historikerinnen und Historiker? Wie lassen sich Quellen kritisch lesen und bewerten? Anschließend führt der Lernweg von der frühen Menschheitsgeschichte über die Antike, das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart. Themen wie die Industrialisierung, die Entstehung des Deutschen Kaiserreichs, die Weltkriege, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus und Holocaust, die deutsche Teilung, der Kalte Krieg und die Wiedervereinigung helfen dabei, wichtige Zusammenhänge der heutigen Welt besser zu verstehen.
Geschichte wird dabei aktiv und anschaulich erarbeitet: Die Lernenden arbeiten mit Quellen, Fotos, Karikaturen, Filmen, Karten und Zeitzeugenberichten. Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Diskussionen und Projekte fördern selbstständiges Denken sowie die Fähigkeit, historische Ereignisse einzuordnen und zu bewerten.
Auch außerschulische Lernorte bereichern den Unterricht. Exkursionen zu Museen, historischen Stätten und Gedenkorten ermöglichen Begegnungen mit originalen Objekten, Orten und Fachleuten. Besonders im Jahrgang 10 können Erinnerungsorte wie Point Alpha, die KZ-Gedenkstätte Buchenwald oder der Lern- und Erinnerungsort Erstaufnahmelager Gießen besucht werden. Dort setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie deutscher Teilung, nationalsozialistischer Gewaltherrschaft, Flucht und Migration auseinander und reflektieren die Bedeutung von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten.
Ziel des Geschichtsunterrichts an der BGS ist es, fundiertes Wissen zu vermitteln, kritisches Denken zu stärken und verantwortungsbewusste junge Menschen zu fördern. Wer Geschichte versteht, kann die Gegenwart besser einordnen und die Zukunft bewusster mitgestalten.
Fachbereich Informatik
Digitale Welt verstehen und gestalten
- Informatikangebote ab Klasse 7 im Wahlpflichtbereich I und ab Klasse 9 im Wahlpflichtbereich II
- Algorithmen, Daten, Programmierung und digitale Systeme praxisnah kennenlernen
- Eigene Projekte, Programme, Websites und Prototypen entwickeln
- Logisches Denken, Problemlösefähigkeit, Teamarbeit und digitale Verantwortung stärken
Wer versteht, wie digitale Technik funktioniert, kann die Zukunft aktiv mitgestalten. Im Fachbereich Informatik der Brüder-Grimm-Schule erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, digitale Technologien nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen und selbst kreativ einzusetzen. Informatik ist an der BGS sowohl im Wahlpflichtbereich I ab Klasse 7 als auch im Wahlpflichtbereich II ab Klasse 9 verankert. Beide Angebote eröffnen – mit unterschiedlichen Schwerpunkten und aufbauend auf den jeweiligen Lernvoraussetzungen – Zugänge zu einer zunehmend digital geprägten Welt.
Im Mittelpunkt stehen grundlegende informatische Konzepte wie Algorithmen, Datenstrukturen, Hard- und Software sowie die Funktionsweise digitaler Systeme. Diese Inhalte werden mit praktischen Aufgaben und Projekten verbunden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit grafischen und textbasierten Programmiersprachen, entwickeln eigene Anwendungen, Websites oder Prototypen und lernen, Probleme strukturiert, kreativ und zielorientiert zu lösen. Dabei werden digitale Werkzeuge eingesetzt, die unterschiedliche Vorkenntnisse und Lernwege berücksichtigen.
Informatik bedeutet an der BGS auch gemeinsames Tüfteln. In Projektphasen arbeiten die Lernenden im Team, planen ihre Vorhaben, testen Lösungen, verbessern ihre Programme und präsentieren die Ergebnisse. So entwickeln sie neben ihren fachlichen Kompetenzen auch Kommunikationsfähigkeit, Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen. Ergänzend setzen sie sich mit Fragen der digitalen Verantwortung auseinander, zum Beispiel mit Datenschutz, IT-Sicherheit und ethischen Herausforderungen.
Der Fachbereich wird durch die regelmäßige Teilnahme an informatischen Wettbewerben ergänzt. Der Informatik-Biber bietet einen spielerischen Zugang zu logischen und informatischen Rätseln. Im Jugendwettbewerb Informatik können die Schülerinnen und Schüler eigene Programmierlösungen entwickeln und ihre Kenntnisse weiter vertiefen. Auch die Angebote 3D-Druck und LEGO-Robotik knüpfen an informatische Inhalte an und verbinden Programmierung mit Konstruktion, Technik und kreativem Problemlösen.
Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, digitale Technik kritisch, sicher und verantwortungsvoll zu nutzen – und sie zugleich zu ermutigen, eigene Ideen in funktionierende digitale Lösungen zu verwandeln. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Wichtig sind vor allem Neugier, Ausdauer, Freude am Knobeln und die Bereitschaft, gemeinsam neue Wege auszuprobieren.

Dennis Moch
Fachbereichsleitung Biologie

Dr. Gunter Wehrum
Fachbereichsleitung Chemie

Lenka Schneider
Koordinatorin Fachbereich Deutsch als Zweitsprachen (DaZ)
Klassenlehrerin

Yulia Davydova
Fachlehrerin im Fachbereich Deutsch als Zweitsprachen (DaZ)
Klassenlehrerin

Saskia Borhani
Fachbereichsleitung Deutsch

Claudia Römer
Fachbereichsleitung Englisch

Anne Schäfer
Fachbereichsleitung Französisch

Dennis Schmidt
Fachbereichsleitung Geographie

Bijan Mirzazadeh
Fachbereichsleitung Geschichte

Jan Lukas Gietz
Fachbereichsleitung Informatik
Fachbereich Kunst
Ideen sichtbar machen und kreativ gestalten
- Eigene Ausdrucksformen entwickeln und künstlerische Techniken erproben
- Bilder, Medien, Architektur und Design bewusst wahrnehmen und reflektieren
- Bilder, Objekte, Modelle und weitere kreative Projekte gestalten
- Kunst durch Wettbewerbe, Ausstellungen und außerschulische Lernorte erleben
Im Fach Kunst können Schülerinnen und Schüler ihre Ideen sichtbar machen und eine eigene kreative Handschrift entwickeln. Der Unterricht findet in den Jahrgängen 5, 6, 7 und 9 sowie im Wahlpflichtbereich II ab Klasse 9 statt. Von Anfang an setzen sich die Lernenden mit Bildern aus unterschiedlichen Epochen auseinander, hinterfragen deren Wirkung und erschließen ihre Bedeutung. Gleichzeitig probieren sie verschiedene künstlerische Techniken aus und gestalten eigene Werke.
Im Mittelpunkt stehen Bereiche wie Malerei und Farbe, Grafik, Plastik und dreidimensionales Gestalten, Architektur, Design und Medien. Es entstehen Bilder, Objekte, Modelle und vielfältige Projekte, in denen eigene Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Kunstunterricht bedeutet dabei mehr als etwas schön zu gestalten: Die Schülerinnen und Schüler lernen, genau hinzusehen, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen, Gedanken auszudrücken und sich kritisch sowie kreativ mit ihrer Lebenswelt auseinanderzusetzen. So werden Wahrnehmung, Gestaltungskompetenz, Reflexionsfähigkeit sowie das Planen und Präsentieren eigener Ideen gefördert.
Kunst wird an der Brüder-Grimm-Schule auch über den Unterricht hinaus erlebbar: durch die regelmäßige erfolgreiche Teilnahme am Friedensplakat-Wettbewerb des Lions Clubs, die Beteiligung an „Fluss mit Flair“, Besuche von Museen und Ausstellungen im Jahrgang 9 sowie die Präsentation von Schülerarbeiten im Schulgebäude oder bei Ausstellungen. Beim Friedensplakat-Wettbewerb gestalten junge Menschen im Alter von 11 bis 13 Jahren künstlerische Beiträge zu jährlich wechselnden Friedensthemen. „Fluss mit Flair“ verwandelt das Wieseckviertel in Gießen regelmäßig in einen Ort für Kunst im öffentlichen Raum.
Fachbereich Latein
Die Welt der Römer verstehen, die Gegenwart begreifen
- Latein ab Jahrgang 7 auf gymnasialem Niveau
- Sprache, Geschichte, Mythologie und Kultur der Antike
- Modernes Lernen mit ROMA, digitalen Medien und vielseitigen Methoden
- Genaues Lesen, logisches Denken und strukturiertes Arbeiten
Wer die Welt der Römer betritt, begegnet mächtigen Kaisern und klugen Rednern, entdeckt das geschäftige Leben auf den Straßen Roms und taucht ein in Mythen voller Götter, Helden und Schicksale. Im Lateinunterricht an der BGS wird diese vergangene Welt lebendig und zugleich wird sichtbar, wie stark sie unsere Gegenwart bis heute prägt. Latein ist dabei weit mehr als eine Sprache der Antike. Es eröffnet Zugänge zu den kulturellen und sprachlichen Wurzeln Europas und hilft dabei, viele Begriffe und Zusammenhänge aus Politik, Recht und Wissenschaft besser zu verstehen. Auch zahlreiche deutsche Fremdwörter und Wörter moderner Fremdsprachen wie Französisch, Italienisch und Spanisch lassen sich durch Lateinkenntnisse leichter erschließen.
An der BGS wird Latein ab der Jahrgangsstufe 7 auf gymnasialem Niveau angeboten und kann bis zur 10. Klasse belegt werden. Damit wird der Erwerb des Latinums an einer weiterführenden Schule in der Jahrgangsstufe 11 ermöglicht. Als Lehrwerk verwenden wir ROMA mit den entsprechenden Begleitmaterialien. Schritt für Schritt erwerben die Schülerinnen und Schüler grundlegende Sprachkenntnisse und lernen, lateinische Texte zu erschließen und zu übersetzen. Dabei geht es nicht nur um Grammatik und Vokabeln, sondern ebenso um genaues Hinsehen, logisches Denken und strukturiertes Arbeiten. Inhaltlich reicht der Blick vom Alltag im alten Rom über Familie, Schule und Freizeit bis hin zu Mythologie, bedeutenden Persönlichkeiten wie Caesar und Cicero sowie den Themen Recht, Politik und Gesellschaft. Auch die kulturellen Wurzeln Europas spielen eine wichtige Rolle.
Der Unterricht ist dabei abwechslungsreich und schülerorientiert. Lateinische Comics, Audio-Sequenzen, Dokumentationen und digitale Lernangebote wie LearningApps, Quizlet oder Canva ergänzen die Arbeit mit dem Lehrwerk und ermöglichen unterschiedliche Zugänge zu Sprache und Inhalten. Mit zunehmender Sprachkompetenz beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler außerdem mit adaptierten Originaltexten antiker Autoren und erhalten so unmittelbaren Zugang zu Gedanken und Vorstellungen, die unsere Kultur bis heute beeinflussen.
Lateinunterricht bedeutet damit auch Lernen für das Leben: Die intensive Auseinandersetzung mit Sprache und Texten fördert die Fähigkeit zur genauen Analyse, zur präzisen Formulierung sowie zum reflektierten und kritischen Denken. Gerade in einer Zeit, in der Informationen jederzeit verfügbar sind und künstliche Intelligenz zunehmend unseren Alltag prägt, sind diese Fähigkeiten besonders wertvoll. Latein richtet den Blick auf die Vergangenheit und eröffnet dadurch neue Perspektiven auf die Gegenwart und Zukunft.
Ganz im Sinne des römischen Philosophen Seneca gilt daher: Non scholae, sed vitae discimus – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
Schnupperangebot Latein: Die Welt der Römer entdecken
- Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6
- Rund 45 Minuten lebendiger Einblick in Sprache, Kultur und Unterricht
- Lateinische Wörter im Deutschen entdecken und erste Sprachkenntnisse sammeln
- Unterstützung bei der Wahl der zweiten Fremdsprache
Latein ist eine Sprache der Antike – und zugleich bis heute in vielen deutschen Wörtern, in Wissenschaft, Kultur und Alltag präsent. Damit die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 einen authentischen Eindruck vom Fach gewinnen können, bietet die Brüder-Grimm-Schule ein etwa 45-minütiges Schnupperangebot Latein an.
In einer abwechslungsreichen Unterrichtseinheit lernen die Kinder erste lateinische Wörter und einfache Wendungen kennen. Sie erfahren, wie der Lateinunterricht aufgebaut ist, welche Arbeitsweisen und Themen dazugehören und warum Latein auch heute noch eine lohnende zweite Fremdsprache sein kann. In spielerischen Übungen entdecken sie, wie viel Latein bereits im Deutschen steckt, und tauchen in die Welt der Römer ein – beispielsweise in die Bereiche Götter, Gebäude und Alltagsgegenstände. Das Schnupperangebot hilft dabei, die Wahl der zweiten Fremdsprache auf Grundlage eigener Erfahrungen zu treffen.
Das Angebot findet außerhalb des regulären Unterrichts an einem Montagnachmittag statt. Der genaue Termin ist im Kalender auf der Homepage zu finden. Die Anmeldung erfolgt über die jeweilige Klassenleitung; die Teilnahme ist kostenfrei.
Fachbereich Mathematik
Individuell fördern, nachhaltig verstehen
- Binnendifferenzierter Unterricht und differenzierte Kurse in den Jahrgängen 5 und 6
- Förderunterricht zur Sicherung mathematischer Grundlagen
- Logisches Denken und strukturiertes Problemlösen weiterentwickeln
- Gezielte Vorbereitung auf Wettbewerbe, Abschlüsse und weiterführende Bildungswege
Der Mathematikunterricht an der Brüder-Grimm-Schule ist darauf ausgerichtet, alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten bestmöglich zu fördern und zu fordern. In den Jahrgängen 5 und 6 findet der Unterricht zunächst binnendifferenziert statt. Besonders im ersten Halbjahr der 5. Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam und bearbeiten Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaus. Ab dem zweiten Halbjahr erfolgt die Einteilung in A-, B- und C-Kurse, sodass Lerninhalte und Aufgaben noch gezielter an die jeweiligen Lernstände angepasst werden können. Ergänzend bietet die Schule in beiden Jahrgangsstufen Förderunterricht an, um Grundlagen zu festigen und individuelle Unterstützung zu ermöglichen.
In den Jahrgängen 7 und 8 stehen die Sicherung mathematischer Grundlagen sowie die Weiterentwicklung des logischen Denkens im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler werden schrittweise an anspruchsvollere Inhalte herangeführt und lernen, mathematische Probleme eigenständig, strukturiert und nachvollziehbar zu lösen. Im ersten Halbjahr der 8. Klasse wird zusätzlich eine Unterrichtsstunde angeboten, die gezielt auf den Mathematikwettbewerb des Landes Hessen vorbereitet.
In den Klassen 9 und 10 richtet sich der Blick verstärkt auf die Abschlüsse und den weiteren Bildungsweg. Der Unterricht orientiert sich an den curricularen Vorgaben und bereitet zugleich gezielt auf prüfungsrelevante Inhalte vor. Durch Übungen, Wiederholungen und prüfungsnahe Aufgabenformate erwerben die Schülerinnen und Schüler Sicherheit im Umgang mit mathematischen Fragestellungen und werden bestmöglich auf Abschlussprüfungen sowie den Übergang in weiterführende Schulen oder die Berufswelt vorbereitet.
Fachbereich Musik
Musik erleben und gemeinsam gestalten
- Singen, Instrumente spielen und musikalische Grundlagen kennenlernen
- Musik aus verschiedenen Zeiten und Stilrichtungen entdecken
- Kreative Projekte sowie digitale Musikproduktion umsetzen
- Schulleben durch Chor, Musical und Auftritte aktiv mitgestalten
Im Fachbereich Musik der Brüder-Grimm-Schule entdecken Schülerinnen und Schüler Musik in ihren vielfältigen Formen und erleben sie aktiv. Praktische Inhalte wie Singen, gemeinsames Musizieren und das Spielen von Instrumenten werden mit musikalischem Grundwissen aus Notenlehre und Musikgeschichte verbunden. So entsteht ein ganzheitlicher Zugang zur Musik – von klassischen Werken bis zu modernen Musikrichtungen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der eigenen musikalischen Praxis. Durch kreative Aufgaben, gemeinsames Musizieren und Projekte entwickeln die Lernenden musikalische Fähigkeiten, Ausdrucksstärke und Teamfähigkeit. Auch fächerübergreifende Verbindungen, beispielsweise zu Deutsch, Kunst, Englisch, Mathematik, Geschichte oder Physik, eröffnen neue Perspektiven und fördern vernetztes Lernen. Mit schuleigenen iPads und Musiksoftware erhalten die Schülerinnen und Schüler zudem Einblicke in die moderne Musikproduktion und setzen eigene Ideen digital um.
Der Fachbereich Musik bereichert außerdem das Schulleben: Bei Schulveranstaltungen, im Chor und bei Projekten wie dem Schulmusical können Schülerinnen und Schüler ihre musikalischen Ergebnisse präsentieren und gemeinsam besondere Erlebnisse schaffen.
Fachbereich Physik
Phänomene erforschen und Zusammenhänge verstehen
- Physik durch eigene Experimente erleben und entdecken
- Alltagsphänomene untersuchen und naturwissenschaftlich erklären
- Selbstständiges Arbeiten, Teamfähigkeit und Problemlösen fördern
- Fragen stellen, Ideen entwickeln und aus Fehlern lernen
Im Fachbereich Physik der Brüder-Grimm-Schule steht die Neugier der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Physik wird nicht nur gelernt, sondern erlebt, hinterfragt und selbst entdeckt. Statt sich auf reine Wissensvermittlung zu beschränken, setzt der Unterricht auf forschendes Lernen: Die Lernenden untersuchen Phänomene aus ihrem Alltag, entwickeln eigene Fragestellungen, planen Experimente und werten ihre Ergebnisse aus. Experimente bilden dabei das Herzstück des Unterrichts – in kleinen Gruppen oder auch individuell.
Die Lehrkräfte begleiten den Lernprozess als Lerncoaches, geben Impulse, unterstützen und fordern heraus. Fehler werden nicht als Rückschritt verstanden, sondern als wertvoller Teil des gemeinsamen Lernens. Fragen wie „Warum fliegt ein Flugzeug?“, „Wie funktioniert ein Smartphone?“ oder „Welche Bedeutung hat Energie für unseren Alltag?“ machen deutlich, wie eng Physik mit unserem täglichen Leben verbunden ist.
So erwerben die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein fundiertes Verständnis physikalischer Zusammenhänge, sondern stärken auch Teamarbeit, kritisches Denken und problemlösendes Handeln. Ziel ist es, Begeisterung für Naturwissenschaften zu wecken und die Freude am selbstständigen Entdecken nachhaltig zu fördern.
Fachbereich Politik und Wirtschaft
Demokratie verstehen und Verantwortung übernehmen
- Demokratie und politische Teilhabe verstehen
- Gesellschaftliche, wirtschaftliche und globale Zusammenhänge untersuchen
- Aktuelle Fragen aus Umwelt, Recht, Wirtschaft und Globalisierung diskutieren
- Mündigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigene Urteilsfähigkeit stärken
Im Fach Politik und Wirtschaft (PoWi) setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit wichtigen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens auseinander. Ziel ist es, sie zu mündigen Menschen zu entwickeln, die demokratische Werte verstehen, leben und Verantwortung für sich und andere übernehmen. Dazu beschäftigen sie sich mit aktuellen und vielfältigen Themen aus den Bereichen Demokratie, Gesellschaft, Umwelt, Recht, Wirtschaft und Globalisierung.
Der Unterricht unterstützt die Lernenden dabei, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und sich eine eigene begründete Meinung zu bilden.
„Demokratie bedeutet Macht des Volkes. Jeder von uns ist ein Teil des Volkes. Macht bedeutet Verantwortung.“
Konrad Adenauer
Fachbereich Religion
Glauben verstehen, Vielfalt reflektieren, Haltung entwickeln
- Ökumenischer Religionsunterricht als Alternative zum Ethikunterricht
- Religionen, Weltanschauungen und gesellschaftliche Fragen differenziert betrachten
- Ethische Konflikte diskutieren und eigene Positionen begründet vertreten
- Respekt, Verantwortung und demokratische Gesprächskultur stärken
Im ökumenischen Religionsunterricht der Jahrgänge 5 bis 10 setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Religion, Glauben und Weltanschauungen in Geschichte und Gegenwart auseinander. Biblische Texte und christliche Traditionen bilden dabei eine wichtige Grundlage, werden jedoch vor allem unter lebensweltlichen, historischen und ethischen Fragestellungen erschlossen. Die Lernenden untersuchen, welche Bedeutung religiöse Vorstellungen für Menschen und Gesellschaften haben und wie sie aktuelle Debatten prägen können.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Kennenlernen und Vergleichen verschiedener Religionen und Weltanschauungen. Dabei werden Gemeinsamkeiten, Unterschiede und der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Überzeugungen thematisiert. Fragen nach Gerechtigkeit, Frieden, Verantwortung, Menschenwürde, Nachhaltigkeit, Zusammenleben, Konflikten und dem Umgang mit Leben und Tod bieten Anlass für Diskussionen und eigene Reflexionen.
Der Unterricht fördert die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen, ethische Fragen kritisch zu beurteilen und einen eigenen Standpunkt begründet zu entwickeln und zu vertreten. Gespräche, Diskussionen, Projekte, kreative Zugänge sowie Begegnungen mit außerschulischen Lernorten und Expertinnen oder Experten ergänzen die Arbeit im Unterricht.
Neue Schülerinnen und Schüler werden bei der Anmeldung entsprechend ihrer Konfession und den Wünschen der Eltern dem Fach Religion oder Ethik zugeordnet. Ein Wechsel zwischen beiden Fächern ist auf schriftlichen Antrag der Eltern jeweils zum Beginn eines Schuljahres oder Schulhalbjahres möglich.
Fachbereich Spanisch
¡Hola! Spanisch lernen, Kultur entdecken, Horizonte erweitern
- Spanisch ab Klasse 7/8 in der Spanisch-AG, ab Klasse 9 als Wahlpflichtfach
- Praxisnaher Unterricht mit viel Raum für Sprechen und kreatives Arbeiten
- Einblicke in Spanien und Lateinamerika machen Sprache erlebbar
- Teilnahme am hessischen Spanisch-Vorlesewettbewerb „Leo, leo“
Spanisch öffnet Türen zu einer Sprache, die Menschen über Kontinente hinweg verbindet. Mit rund 500 Millionen Sprecherinnen und Sprechern in 21 Ländern ist Spanisch eine lebendige Weltsprache, die in Schule, Studium, Beruf und auf Reisen viele Möglichkeiten eröffnet. An unserer Schule verbindet der Fachbereich Spanisch sprachliches Lernen mit kulturellen Einblicken und einem Unterricht, bei dem die Schülerinnen und Schüler von Anfang an selbst aktiv werden.
Der Einstieg ist bereits über die Spanisch-AG ab Klasse 7 bzw. 8 möglich, ab Klasse 9 kann Spanisch als Wahlpflichtfach belegt werden. Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler unter anderem, sich vorzustellen, über Familie, Schule und Freizeit zu sprechen, Alltagssituationen zu bewältigen und sich mit Austauschpartnern zu verständigen. Das moderne Lehrwerk „Encuentros hoy 1“ unterstützt dabei den systematischen Aufbau der Kompetenzen Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Dialoge, Präsentationen, kreative Schreibaufgaben, Hör-Seh-Verstehen und kleine Projekte sorgen für abwechslungsreiche Lernmomente und geben den Schülerinnen und Schülern viele Gelegenheiten, die neue Sprache praktisch anzuwenden.
Ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts ist außerdem das interkulturelle Lernen: Die Jugendlichen entdecken den Alltag und die Kultur Spaniens und Lateinamerikas und beschäftigen sich beispielsweise mit Schule, Essgewohnheiten, Festen und Freizeitkultur. So bleibt Spanisch nicht auf Vokabeln und Grammatik beschränkt, sondern wird mit konkreten Lebenswelten verbunden.
Ein besonderes Highlight ist die jährliche Teilnahme am hessischen Spanisch-Vorlesewettbewerb „Leo, leo“. Bei diesem Wettbewerb können unsere Schülerinnen und Schüler ihr sprachliches Können vor Publikum zeigen. Die intensive Vorbereitung trainiert Aussprache, Leseflüssigkeit und Ausdruck und stärkt zugleich das Selbstvertrauen, sich in der neuen Sprache auszuprobieren.
So vermittelt der Fachbereich Spanisch nicht nur sprachliche Grundlagen, sondern weckt Neugier auf andere Kulturen und macht Lust darauf, die eigene sprachliche Welt Schritt für Schritt zu erweitern.

Martina Lennartz
Fachbereichsleitung Kunst

Amelie Filand
Fachbereichsleitung Latein

Simone Reuling
Fachbereichsleitung Mathematik

Samir Al-Heteilah
Fachbereichsleitung Musik

Tobias Oesterle
Fachbereichsleitung Physik

Melanie Bogenhardt
Fachbereichsleitung Politik und Wirtschaft

Melanie Ickes
Fachbereichsleitung Religion

Bijan Mirzazadeh
Fachbereichsleitung Spanisch
